Reisebericht über unser Wochenende in Amsterdam vom 01.04. bis 03.04.2010
          
Am 01.04.2010 haben wir uns auf den Weg in unseren lang ersehnten Urlaub nach Amsterdam gemacht. Wir sind mit dem Auto gefahren und hatten völlig freie Fahrt, während sich auf der Gegenseite die Autos stauten. Es war Gründonnerstag. Nach vier Stunden kamen wir so gegen 15 Uhr bei unserem Hotel am Rande der Innenstadt an und checkten ein. Wir hatten ein gemütliches kleines Zimmer von der Straße weg, mit Fernseher, Schrank und einem großen Bett. Die Flure waren ruhig und alle Zimmer Nichtraucherzimmer. Jeder Flur war mit einem Snackautomaten ausgestattet, das Hotel hatte ein Restaurant und morgens gab es von 4-12 Uhr Frühstück. Zwischen 6:30 und 10:30 Uhr gab es ein gut ausgestattetes Buffet mit Pfannkuchen, gekochten Eiern, Rührei und vielem mehr.

Der Bus in die Innenstadt fuhr direkt vor der Hoteltür alle zehn Minuten und an der Rezeption konnte man sich Fahrkarten kaufen, aber auch die BusfahrerInnen waren sehr hilfsbereit und haben einem die Handhabung der Fahrkarten erklärt.

Schon am Ankunftstag haben wir uns auf den Weg in die Innenstadt gemacht. Nach nur kurzer Zeit kamen wir am Hauptbahnhof an und gingen los. Die Stadt war voll, aber die Menschen waren sehr nett und zuvorkommend. Nachdem wir uns ein wenig die Einkaufsstraßen angesehen hatten, kehrten wir in einen Coffeeshop ein, die man dort an jeder Ecke findet. Auch dort herrschte eine gemütliche Atmosphäre und wir konnten uns mit unserem Englisch gut verständigen, denn wie es schien, gibt es in Amsterdam kaum jemanden der kein Englisch spricht. Im Anschluss an unsere Pause machten wir einen langen Spaziergang an den unzähligen Amsterdamer Grachten entlang und vorbei. Wir besuchten das Hardrock Café, wo es allerding Wartezeiten von ca. einer Stunde gab, um einen Tisch zu bekommen. Da wir aber ziemlichen Hunger hatten, entschieden wir uns dafür woanders hinzugehen und nach einigem weiteren Laufen fanden wir direkt an der Prinsengracht ein nettes vegetarisches Restaurant mit unkonventioneller Bedienung und sehr leckerem Essen. Leider muss man sagen, dass das Essengehen in Amsterdam unwahrscheinlich teuer ist. Ein Hauptgericht kostet nur selten unter zehn Euro. Gut gesättigt gingen wir nach dem Essen wieder in Richtung Bahnhof, denn es war in der Zwischenzeit schon reichlich spät geworden. Bevor wir jedoch endgültig nach Hause fuhren, setzten wir uns noch einmal in einen spacigen Coffeeshop, wo wir den Abend ausklingen ließen. Auf den Bus für die Rückfahrt mussten wir auch nicht lange warten, denn auch abends um 11 fuhr der noch alle 15 Minuten. Im Hotel angekommen fielen wir sofort todmüde ins Bett.

Der nächste Tag fing mit einem ausführlichen Frühstück an und ging dann in der Innenstadt im Museum weiter. Wir besuchten das kultige Sexmuseum, was einige nur fotografierten und sich darüber amüsierten und andere sich trauten hinein zu gehen. Auch wir gingen hinein und ganz entgegen unseren Erwartungen, trafen wir dort nicht auf gackernde Teenager, sondern auf ernsthaft interessierte BesucherInnen. Die Ausstellung war aber eher langweilig, da sie hauptsächlich aus Gemälden bestand. Das Motto des Museums war „Sex im Laufe der Jahrhunderte“, doch konnte man kaum Veränderungen über die Jahrhunderte feststellen, außerdem wurde deutlich, dass sich die meisten Kulturen in Sachen Sex sehr ähneln. Egal aus welcher Zeit, welcher Herkunft und welchem religiösen Hintergrund. Dafür war der Eintrittspreis mit vier Euro sehr akzeptabel. Eigentlich wollten wir uns im Anschluss daran noch das Anne-Frank-Haus ansehen, letztendlich war uns die Menschenschlange davor aber zu lang und wir gingen zum Hausbootmuseum, was sich in unmittelbarer Nähe dazu befand. Der Eintritt betrug nur 3,50 Euro und wir konnten dafür ein komplett eingerichtetes zu einem Hausboot umgebautes Frachtboot ansehen. Es umfasste 80m² und mehrere unterteilte Räume. Am Eingang bekamen wir detaillierte Informationen zu jedem einzelnen Zimmer, die in vielen verschiedenen Sprachen zur Verfügung standen. Zum Schluss konnte man sich noch eine 4-minütige Diashow über das Leben in einem Hausboot ansehen. Insgesamt sehr informativ, da auf Amsterdams Grachten ein Hausboot neben dem anderen zu finden ist, sodass keine Anlegeplätze mehr frei sind.

Nach diesem Besuch spazierten wir wieder eine Weile durch die engen Straßen, die voll von FahrradfahrerInnen und FußgängerInnen waren. Eine interessante Beobachtung war, dass Fußgänger trotz grüner Ampel noch Rücksicht auf FahrradfahrerInnen nehmen mussten, da diese meist nicht angehalten haben, um das Überqueren der Straße für die FußgängerInnen zu ermöglichen.
Auf unserem Spaziergang kamen wir an einem kleinen Imbiss vorbei, der auch als Vegetarier freundlich ausgezeichnet war und viele Bio-Zutaten verwendete. Sehr lecker! Darauf folgte wieder ein langer Spaziergang, der uns immer wieder neue Ecken von Amsterdam offenbarte. Bevor wir zum Abendessen in ein weiteres urig-vegetarisches Restaurant einkehren wollten, setzten wir uns noch einmal in einen Coffeeshop, der ungewöhnlich hell und freundlich war. Er war mit Oberlicht ausgestattet, merkwürdiger Weise kaum verraucht und hatte einen Billardtisch. Wir tranken Tee, wie man das wohl so macht in den Coffeeshops. Aber auch Kaffee ist natürlich sehr angesagt. In jedem Coffeeshop konnte man eine große professionelle Espressomaschine vorfinden.

Nach dem Abendessen entschieden wir uns noch für einen Spaziergang durch das Rotlichtviertel, welches für die „Frauen im Fenster“ bekannt und somit eine weitere Touristenattraktion ist. Wir waren geschockt, wie sich die jungen Frauen präsentierten und wie viele Männer vor den Fenstern stehen blieben. Wir verließen das Viertel wieder relativ zügig und machten uns auf den Weg zum Sensi Seeds Museum, allerdings war uns dort der Eintritt etwas zu teuer, also machten wir uns auf den Heimweg.
Etwas früher als am Vortag kamen wir also wieder im Hotel an. Am nächsten Morgen ließen wir uns mit dem Aufstehen etwas Zeit und gingen erst zum  late-risers Frühstück, welches aber vollkommen ausreichend war, da nur die Pfannkuchen weggelassen wurden und sonst noch alles zur Verfügung stand. Bis 12 Uhr mussten wir ausgecheckt haben. Danach fuhren wir noch einmal in die Innenstadt, um uns noch einige Souvenirshops anzusehen. Leider fing es an zu regnen und wir hielten unseren Shoppingausflug relativ kurz – aber erfolgreich! Im Anschluss daran besuchten wir noch einen letzten Coffeeshop, der ganz nach dem jamaicanischen Klischee Reggae, Rastas und Gras aufgebaut war.
Dann war es Zeit für den endgültigen Heimweg. Auch dieser verlief weitgehend Staufrei und so kamen wir nach 4 ½ Stunden sehr zufrieden wieder in Hessen an. 
 
     
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